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1896
Apolda- Hauptsitz der Wollindustrie in Deutschland

1896
fuhr kein Auto durch Apolda. kein elektrisches Licht brannte, kein Telefon klingelte - vielleicht spielte mal ein Grammophon - und die Strickwaren reisten mit der Eisenbahn oder mit dem Segelschiff in alle Welt. Meyers Konversationslexikon 5.Auflage. 17Bde. Bibliographisches Institut Leipzig und Wien 1893-1897: "In Deutschland ist die Wirkwarenindustrie namentlich in und um Chemnitz konzentriert. Für wollene Waren ist Apolda Hauptsitz. Außerdem sind Zeulenroda, das nördliche Böhmen, die Umgebung von Nürnberg und Erlangen, Kalm, Reutlingen und Berlin zu nennen."

1889
waren in Apolda von 20.600 Einwohnern in der Strick- und Wirkwarenherstellung 3.800 männliche und 5.190 weibliche Personen beschäftigt, und sie lieferten in alle deutschen Lande, aber auch mehr als ein Drittel ihrer Wollwaren nach Europa und Übersee. Firmenzusammenbrüche und Arbeitslose gab es in Apolda als Nordamerika 1890, Russland 1892, Spanien 1894 durch sogenannte Schutzzölle die Einfuhr für Strick- und Wirkware fast zum Erliegen brachten. Allein der Ausfall Spaniens wurde auf 5 Millionen Mark geschätzt, damals eine riesige Summe und ein schwerer Schlag für Apolda.
In dieser schwierigen Zeit entschloß sich Emil Moths als selbstständiger Strickmeister einen eigenen Betrieb zu gründen. Nach der stürmischen Entwicklung der Strick- und Wirkwaren zu Beginn des Jahrhunderts in Apolda und der Einführung der Elektrizität im Jahre 1902 baute Emil Moths
1904
das Stammhaus in der heutigen Lessingstraße. In den zwanziger Jahren arbeiteten seine Frau Anna, sein Sohn Rudolf und seine 4 Töchter Wally, Marie, Ilse und Gertrud, durch Teilhaberschaft eingebunden, am Gedeihen des Betriebes. Diese Familienbetriebe waren in Apolda typisch, wo in jedem zweiten Haus gewirkt und gestrickt wurde. In den zwanziger Jahren machte Emil Moths eine bedeutende Erfindung in Bezug auf die Weiterentwicklung der Schloßtechnik an mehrsystemigen Strickmaschinen, deren erhebliche Lizenzerlöse der Modernisierung und Erweiterung des Betriebes dienten.

1972
wurden alle Apoldaer Privatbetriebe und so auch die Strickwarenfabrik Emil Moths verstaatlicht. 1992 entschlossen sich nach der Wende wiederum in schwieriger Zeit die Enkel und Urenkel des Firmengründers, den Betrieb zu reprivatisieren und setzen mit viel Elan neue Maßstäbe. Zwei Jahre nach der Reprivatisierung war der gesamte Maschinenpark erneuert und strickchic zählt zu den modernst ausgerüsteten Strickwarenbetrieben in Deutschland.
Für ausschließlich im eigenen Betrieb hergestellte Kombimode, Pullover und Strickjacken bietet strickchic dank der Kostenvorteile in den neuen Bundesländern ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. 50 hochmotivierte Fachkräfte aus der traditionsreichen Strickerhochburg Apolda garantieren Qualität und Lieferzuverlässigkeit.

1995
setzte strickchic entgegen dem allgemeinen Trend seine erfolgreiche Entwicklung mit einer Umsatzsteigerung von 20% fort.
Wir danken unseren Kunden für das uns entgegengebrachten Vertrauen und die Anerkennung, die sie durch ihr steigendes Ordervolumen zeigen. Wir danken auch all denen, die uns auf dem nicht einfachen Weg in die Marktwirtschaft geholfen und begleitet haben, insbesondere Lucia Lüneburg.

1996
strickchic - einer der modernst ausgerüsteten Strickwarenbetriebe in Deutschland.

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